Alkoholfreie Getränke, islamisches Halal-Essen und Schutz vor Männern: Damit werben sogenannte „Frauencafés“ in Deutschland, die seit Jahren immer beliebter werden. Während die Cafés sich als bunte und offene Frauenschutzräume darstellen, sehen Kritiker hinter ihrer Fassade eine gefährliche Ideologie.
Das Frauencafé „The Vibe Lounge“ in der Goebenstraße in Berlin kokettiert mit rosa-blumigem Ambiente, bunten alkoholfreien Cocktails und süßem Gebäck. Das Besondere an dem Lokal im Stadtteil Schöneberg: Der Zutritt ist nur für Frauen bestimmt. Auf Instagram wirbt das Café so:
„Du suchst eine männerfreie Zone in Berlin, um Shisha zu rauchen und zu chillen? Unser Frauencafé ist dann natürlich die erste Wahl!“ heißt es in dem Post. Das Café wird von der 24-jährigen Muslima und Influencerin Houda Abdul Razzak aus Syrien betrieben, die fast 200.000 Follower auf Instagram hat. Obwohl Razzak seit 2015 in Deutschland lebt, sind fast alle Beiträge der Café-Betreiberin auf Arabisch. Auch andere kulturelle Eigenheiten der jungen Muslima sind auffällig und spiegeln sich im Angebot des Cafés wider: So wird im Lokal kein Alkohol ausgeschenkt, die Speisen entsprechen islamischen Essensvorschriften und auch die strenge muslimische Geschlechtertrennung wird in dem Frauencafé eingehalten.
Auf Instagram präsentiert Razzak sich fromm. Hier: vor der Sheikh Zayed Moschee in Abu Dhabi.
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