„Frage der Lastenverteilung“: Juli Zeh kritisiert linke Milieus und wirft ihnen „Nazikeule“ vor

vor 4 Monaten

„Frage der Lastenverteilung“: Juli Zeh kritisiert linke Milieus und wirft ihnen „Nazikeule“ vor
Bildquelle: Apollo News

Die Schriftstellerin und ehrenamtliche Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Juli Zeh, hat im Gespräch mit der Welt linksliberale Milieus der urbanen Mittelschicht kritisiert. Im Gegensatz zu deren Auffassung versteht sie den gegenwärtigen Gegensatz zwischen links und rechts in erster Linie nicht als politischen Zielkonflikt, sondern als Verteilungsfrage zwischen Stadt und Land.

„Wir bilden uns immer ein, dass wir riesige Zielkonflikte hätten. Zum Beispiel: AfD-Wähler wollen keine Energiewende. Doch das stimmt für die Mehrheit einfach nicht. Es geht um die Frage der Lastenverteilung. Und das muss in der Demokratie verhandelt werden, dafür gibt es die ja. Stattdessen haben wir angefangen, den Interessenausgleich durch die Nazikeule zu ersetzen. Doch dadurch werden die Leute erst richtig sauer“, sagt Zeh.

Zeh lebt selbst seit knapp 20 Jahren in einem brandenburgischen Dorf, etwa 60 Kilometer von Berlin entfernt. Sie war Ende vergangenen Jahres in die Kritik geraten, nachdem sie in einem Interview mit der Taz nicht die erwarteten Feindbilder über AfD-wählende Dorfbewohner bediente, sondern eher Verständnis für deren Nöte und Sorgen zeigte.

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