Dieser Tage läuft der zweite Stromberg-Film in den deutschen Kinos. Die Kritiken dazu sind dominiert von der Frage: Ist das noch zeitgemäß? Diese Art von Humor wie: „Nur dass eine Frau scheiße aussieht, heißt ja noch nicht, dass sie gleich intelligent ist.“ Oder: „Das Lied ist von John Lennon.“ „Ja, deswegen ist er ja dann auch erschossen worden.“ Auch den Film bestimmt diese Debatte. Alle zehn Minuten traut sich mal eine Pointe aus ihrem sicheren Versteck, worauf eine zehnminütige Debatte folgt, ob man einen solchen Witz heute noch machen darf. Weil moralinsaure Predigten ja unterhaltsam sind, wenn man sie nur künstlerisch einbindet.
Das Comedy-Format rund um die mittlere Führungskraft Bernd Stromberg stammt aus den Nullerjahren und aus dem Universum von Pro Sieben. Damals ein frecher Sender, der neue Formate wie Scrubs oder Two and a half Men zeigte. Heute ist Pro Sieben ein woker Mitläufer, der dem grünen Zeitgeist hinterherläuft, Erfolge meist nur noch feiern kann, wenn er Restruhm melkt – und der 20 Jahre später immer noch die gleichen Folgen von Scrubs und Two and a half Men zeigt.
Ist das heute noch zeitgemäß – müsste sich die Aktivistengruppe von Pro Sieben selbstkritisch fragen. Und das ehrlicherweise mit Nein beantworten. Doch dann taucht das nächste Problem auf: Was eigenes zu bieten haben grüne Aktivisten halt auch nie. Deswegen werden sie das größte Format aller Zeiten schaffen: Es wird unterhaltsam sein, innovativ, die Menschen zu einem besseren Leben bekehren, sodass die Eiscreme im Kühlschrank niemals schmelzen muss. Jetzt muss Pro Sieben nur noch eine Arbeitsgruppe gründen, um den eigenen Anspruch umzusetzen. Bis es soweit ist, fließen allerdings noch einige Soja-Latten die Helikopterkinderhälse runter.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











