Die Auswahl des Personals und seine Führung gehört zu den wesentlichen Qualitäten, die darüber entscheiden, ob ein Chef topp oder Flop ist. Olaf Scholz (SPD) ist als Kanzler unter anderem daran gescheitert. Vor der Bundespressekonferenz erklärte er selbst, wie sein Führungsstil sei: Den Ministern Vorgaben zu machen, sei nicht sein Ding. Er lasse sie machen und schaue sich an, was dabei passiert. Hört sich an wie: “Olaf, wurschtig, unfähig und gescheitert”. Was im Übrigen ein schöner Titel für ein Sachbuch über die Kanzlerschaft von Scholz wäre.
Sein Kabinett war geprägt von unglaublich Unfähigen mit einem umso ausgeprägteren Ego: Marco Buschmann, Robert Habeck, Nancy Faeser oder Karl Lauterbach. Keiner von den SPD-Ministern, die Scholz 2021 berief, ist noch im Amt. Nur noch Boris Pistorius, den der Kanzler für Christine Lambrecht nachbesetzte, nachdem sich die Verteidigungsministerin mit ihrer Silvesteransprache blamierte, wie kein Minister mehr, seitdem Rudolf Scharping mit seiner Gräfin im Pool geplanscht hat.
Merz setzte bei den CDU-Ministern auf dezente Kandidaten. Auch in den Ressorts, die den Schlüssel zu Erfolg oder Misserfolg seiner Kanzlerschaft verbergen: Außen und Wirtschaft. Johann Wadephul und Katherina Reiche haben es bisher nicht verstanden, sich selbst zu inszenieren. Zumindest nicht gut. Aber für den Kanzler funktionieren beide als Watschenaugust. Sie schickt er vor, wenn ihm eine Ohrfeige droht. Er selbst kommt mit Verspätung, um dann in Ruhe abzuräumen, wie einst Han Solo in der ersten Schlacht um den Todesstern.
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