Mit der Bundestagswahl sei ihr persönliches Schicksal verknüpft. Komme das nach ihr benannte Bündnis nicht ins Parlament, sei sie nicht mehr relevant, sagt sie selbst. Das muss man ihr lassen: Analyse konnte Sahra Wagenknecht (55) schon immer ganz gut. Dafür hat die ehemalige Vorsitzende der Kommunistischen Plattform in der PDS noch nie Regierungsverantwortung getragen. Das könnte ihr jetzt zum Verhängnis werden.
Als Theorie war das Bündnis Sahra Wagenknecht ein gutes Projekt. Es gelang ein legendär guter Kickstart mit Europawahl und Landtagswahlen im Osten. Obwohl der Wähler nicht wusste, wie sich das Bündnis praktisch verhalten würde. Weil der Wähler es nicht wusste – wie wir heute sagen müssen. Denn nach den Regierungsbildungen im Osten ist klar: Keine Partei hat je den Weg vom neuen Bündnis zur Altpartei so schnell zurückgelegt wie das BSW. Es wollte als eins von zwei zentralen Versprechen die „Brandmauer“ überwinden, jetzt hält es mit CDU, SPD und Linke zusammen Wache vor genau dieser. Danke. Kann weg.
Karriereperspektive Sahra Wagenknecht: Sie bleibt uns als Dauergast in den Talkshows, Mietrednerin und Buchautorin erhalten.
Problem beim Jobwechsel: Die Rechnungsstellen ändern sich.
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