Fünf Tage vor der Wahl trafen sich Rapper Massiv und BSW-Chefin Sahra Wagenknecht zu einem einstündigen Instagram-Livestream. Beide sind nicht frei von Antisemitismusvorwürfen – ein Treffen, das Fragen aufwirft. Haben sich die Befürchtungen bewahrheitet?
Zu Beginn des Gesprächs lobte Massiv Wagenknecht für ihre – seiner Meinung nach – politische Unabhängigkeit: „Ja, es ist schon nervig, dass gerade diese alten Parteien sich ja völlig in ihrer Blase eingerichtet haben, von bestimmten Lobbygruppen unterstützt werden und irgendwie völlig das Gefühl dafür verloren haben, wie es den Menschen geht“, entgegnete Wagenknecht.
Wagenknecht kritisierte zudem die Doppelmoral in der deutschen Außenpolitik: Während die Bundesregierung den russischen Angriff auf die Ukraine verurteile, bleibe sie gegenüber Trumps Gaza-Plan passiv. „Grenzen darf man nicht verschieben“, zitierte sie die pro-ukrainische Haltung der deutschen Politik und fragte indirekt, warum nicht ebenso gegen Trump vorgegangen werde wie gegen Putin. Massiv bezeichnete die mögliche Umsiedlung der Palästinenser aus Gaza als ein „No-Go“.
Doch während sich beide ausführlich zum Konflikt äußerten, verloren sie kein Wort über den eigentlichen Auslöser des Krieges: das islamistische Pogrom vom 7. Oktober 2023. Auch die Geiseln der Hamas blieben unerwähnt – ausgerechnet an dem Tag, an dem die Terrororganisation ankündigte, die Leiche des entführten Babys Kfir Bibas herauszugeben.
Eine Momentaufnahme aus dem Livestream.
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