Die Einladung der Rechtsanwaltskammer Berlin zum „Tag des bedrohten Anwalts 2026“ lässt aufhorchen. Der Tag soll die Aufmerksamkeit auf Rechtsanwälte in aller Welt lenken, die „Verfolgung, Bedrohung oder sogar Folter“ ausgesetzt sind. Als Fokusland zu dem Thema haben die Veranstalter die USA ausgewählt.
Bei den einleitenden Sätzen über verfolgte, bedrohte und gefolterte Anwälte denkt man an die schlimmsten Diktaturen dieser Welt, die Bürger- und Menschenrechte mit Füßen treten und für die das Wort „Rechtsstaat“ im Vokabular nicht vorzukommen scheint. Länder wie Nordkorea, Jemen oder Iran schießen einem sofort ins Gedächtnis. Weit gefehlt. Die Rechtsanwaltskammer Berlin (RAK) und ihre beiden Co-Veranstalter belehren uns eines Besseren und meinen tatsächlich die USA.
Mit dieser Einladung wird für die Veranstaltung geworben.
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