In Berlin haben Kurden am Montag gegen den Staatsbesuch des syrischen Machthabers Ahmed al-Scharaa demonstriert. Wie Fotos, die von der Kurdischen Gemeinde Deutschland auf X veröffentlicht wurden, zeigen, demonstrierten zwischen 12 und 14 Uhr vor dem Reichstag mehrere Dutzend Menschen gegen den Empfang al-Scharaas, unter anderem mit kurdischen Fahnen.
In einer Stellungnahme der Kurdischen Gemeinde auf X hieß es: „Es beschämt, dass Deutschland einem Mann wie al-Sharaa, besser bekannt als al-Jolani, in Berlin den roten Teppich ausrollt. Seine politische Herkunft liegt im Kern des globalen Dschihadismus.“ Und weiter: „Sein Name ist untrennbar mit Anschlägen, Entführungen und gezielter Gewalt gegen die Zivilbevölkerung verbunden.“
Weiter machte man auf die Unterdrückung religiöser und ethnischer Minderheiten unter dem neuen syrischen Regime aufmerksam: „Drusen, Alawiten, Kurden, Êzîden und Christen gehören zu denjenigen, die systematischen Gewaltexzessen, Vertreibung und Mord ausgesetzt waren und es vielfach weiterhin sind.“ Das verband man mit der Forderung: „Al-Sharaa gehört vor ein Gericht und nicht ins Kanzleramt.“ Der Empfang stelle deshalb eine „politische Rehabilitation“ dar.
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