Deutschland wird im laufenden Jahr voraussichtlich das Zwei-Prozent-Ziel der NATO, also das Ziel, zwei Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben, mit über 2,1 Prozent klar erreichen. Dennoch hat die Bundeswehr nach den Jahren des Sparens immer noch mit großen Geldsorgen zu kämpfen. Das bekommen die Soldaten nicht nur unmittelbar in ihrem Alltag, sondern auch im Geldbeutel und ihrem Verantwortungsbereich zu spüren. Denn, wie der Business Insider nun mit Bezug auf interne Quellen der Bundeswehr berichtet, sollen die Beförderungen von 900 Offizieren, die nächstes Jahr eigentlich anstehen würden, ausfallen. Zwar wären diese Stellen eigentlich zu besetzen, doch es fehlt das Geld.
Eigentlich sollten die Posten von jungen Offizieren, derzeit noch Studenten an den Bundeswehruniversitäten des Landes, vergeben werden, heißt es. Eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums soll die Geldprobleme zusätzlich bestätigt haben. Eindeutig wären eigentlich nochmals deutlich größere Investitionen in die deutsche Armee notwendig. Auch die geplante Einführung des Wehrdienstes wäre gezwungenermaßen mit neuen Geldnöten verbunden.
Doch sowohl der von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius angestrebte Wehrdienst als auch die erhoffte Budgeterhöhung im Bundestag werden wohl kaum kommen. Der Bundeshaushalt ist bereits jetzt nur noch teilweise gedeckt und mit dem Auseinanderbrechen der Koalition hat sich die politische Situation weiter verfestigt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











