Selbst in der friedlichsten Zeit – kurz vor den Weihnachtsfeiertagen – terrorisierten junge Gewalttäter Mitschüler oder Lehrer: Im Bundesland Salzburg wurde ein dreizehnjähriges Mädchen von einem Mitschüler aus dem Iran krankenhausreif geschlagen, in Wien attackierte ein syrischer Junge, ebenfalls dreizehn Jahre alt, seinen Lehrer. Eine Umfrage zeigt: Bereits jeder sechste Lehrer will aufhören.
Sie werden ermahnt, in eine andere Schule versetzt, dann wiederum vom Schulunterricht für mehrere Wochen suspendiert – bis sie wieder in der Klasse sitzen und weitermachen: Immer mehr „Problem-Schüler“ terrorisieren Mitschüler, aber auch die Pädagogen. Die Eltern der Opfer sind über die Hilflosigkeit des Bildungssystems gegenüber den Tätern erschüttert.
Die oben genannten aktuellen Fälle aus Österreich zeigen erneut, wie die gewalttätigen Schüler trotz massiver Verfehlungen ziemlich gut davonkommen: Im Bundesland Salzburg wird der dramatische Fall vorerst „nur geprüft“: Der betreffende Junge hatte eine gleichaltrige Mitschülerin derart schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Bildungsdirektion hat vor den Weihnachtsferien keinerlei Maßnahmen gesetzt, berichtet die Kronen Zeitung: Der aus dem Iran stammende Täter bleibt vorerst an der Schule, in direkter Nähe zu seinem Opfer. Der Vater des schwer misshandelten Mädchens sagt: „Meine Tochter traute sich nicht mehr in die Schule, Gott sei Dank sind jetzt einmal Ferien.“
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