Warum wir um einen Wal weinen – und bei Menschen wegsehen!

vor 3 Monaten

Warum wir um einen Wal weinen – und bei Menschen wegsehen!
Bildquelle: NiUS

Ein gestrandeter Buckelwal vor der Insel Poel hält Deutschland seit Tagen in Atem. Sämtliche Rettungsversuche wurden nach Expertenbegutachtungen endgültig eingestellt. Das Tier befindet sich unweigerlich im Sterbeprozess.

Die Bilder aus der Ostsee sind bedrückend. Aber die mediale Dauerberichterstattung der vergangenen Tage, von weinenden Ministern bis hin zu Live-Tickern, hat mich nachdenklich gemacht. Steht diese gigantische Anteilnahme noch in irgendeinem Verhältnis zu den realen Krisen unserer Zeit?

Während die Gewaltkriminalität laut aktueller Statistik des Bundeskriminalamts rapide angestiegen ist und in Deutschland im Schnitt über 50 Fälle pro Tag registriert werden, in denen Kinder Opfer sexualisierter Gewalt werden, und gleichzeitig Kriege toben, bleibt der große gesellschaftliche Aufschrei bei menschlichen Tragödien oft aus. Ich stelle immer öfter fest: Unsere Empathie wird auffällig schnell auf Stand-by geschaltet, sobald ein Geschehen nicht ins eigene politische Weltbild passt oder uns anders überfordert.

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