Deutschlands neue Grenzkontrollen gehen in die dritte Woche – immer noch ist das tatsächliche Ausmaß der Maßnahme nicht wirklich greifbar. Erste Zahlen zeigen aber: Die Kontrollen wirken nur im kleinen Maßstab, nur wenige Prozent der Asylsuchenden konnten tatsächlich an der Grenze zurückgewiesen werden. Der Spiegel hat bereits nach der ersten Woche der Kontrollen erste Zahlen einsehen können, die zumindest mal die großflächige Wirksamkeit der Maßnahmen infrage stellen.
Demnach hat sich die Zahl der gegenüber der Bundespolizei geäußerten Asylgesuche in der Woche vor und nach der Einführung der neuen Kontrollen kaum geändert. In der Woche vor dem 7. Mai, an dem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt die Zurückweisung von allen nicht einreiseberechtigten Personen veranlasste, äußerten 1.414 Personen ein Asylgesuch gegenüber der Bundespolizei.
Vom 8. bis zum 15. Mai waren es dann 1.535. Hierbei handelt es sich nicht um Anträge, sondern um Gesuche, die aufgegriffene Migranten im Kontakt mit der Bundespolizei äußerten. Die Behörde zählt diese Begegnungen und kann so relativ schnell erste Daten zu Asylgesuchen bereitstellen, während Erstanträge auf Asyl beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oftmals erst Wochen nach einer Einreise gestellt werden.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











