Das von der grünen Politikerin Julia Willie Hamburg geführte Bildungsministerium hat am Freitag Entwürfe für Lehrpläne für das ab Sommer geplante Fach „Christliche Religion“ veröffentlicht. Das Fach wurde bereits vor längerer Zeit als ökumenischer Sonderweg zum bundesweiten Standard des Religionsunterrichts vorgestellt – nun wird klar, dass Jesus und die christliche Religion an sich im Unterrichtsfach nur noch eine Nebenrolle spielen sollen.
Zuerst berichtete die Neue Osnabrücker Zeitung. Demnach soll es in lediglich fünf der 130 verbindlichen Themen im Religionsunterricht von der fünften bis zur zehnten Klasse um Jesus Christus gehen. Laut dem Bildungsministerium soll dabei nicht nur „allein religionskundliches Wissen über Religion“ vermittelt, sondern auch „die Vielfalt christlicher und anderer religiöser Deutungsmöglichkeiten für Beobachtungen und Erfahrungen des Alltags“ gelehrt werden.
Statt Jesus, Bibel und Gott werden sich die Schüler in Zukunft vermehrt mit der Scharia im Islam, den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und der „Sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität als Entwicklungsaufgabe“ beschäftigen. Insgesamt soll der Unterricht fünf Kompetenzbereiche enthalten: „Identität“, „Gemeinschaft“, „Sinn und Glaube“, „Handeln“ und „Freiheit und Zukunft“.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











