Guttenberg bei Maischberger: Kirk-Mord war „Schuss ins Herz der Demokratie“

vor 10 Monaten

Guttenberg bei Maischberger: Kirk-Mord war „Schuss ins Herz der Demokratie“
Bildquelle: Tichys Einblick

Es sei „ein Schuss ins Herz der Demokratie gewesen“, sagt Guttenberg über das Attentat auf den Trump-Unterstützer Charlie Kirk, der vergangene Woche auf einer Veranstaltung in Utah auf offener Bühne erschossen wurde. Er findet anerkennende, ja geradezu lobende Worte für den 31-Jährigen, der Millionen in den USA mit seiner offenen Art begeisterte. Doch wie Guttenberg ihn einordnet, zeigt auf erschreckende Weise, wie weit sich manche Vertreter der politischen Lager bereits voneinander entfernt haben. Denn Guttenberg bezeichnet es allen Ernstes als „ungewöhnlich“, dass sich Kirk einer „interessanten Methode bedient“ habe.

Was er meint: Kirk hat einfach nur mit Menschen diskutiert, er hat sie zum Gespräch aufgefordert, Ihnen Redezeit am Mikrofon gegeben, um sich ungestört zu äußern und mit ihm zu debattieren. Kirks Motto lautete: „Proof me Wrong“ – Beweise mir das Gegenteil. „Er hat sich im Gegensatz zu vielen anderen der Diskussion gestellt“, sagt Guttenberg anerkennend, doch bereits seine Schlussfolgerung lässt schon wieder Böses ahnen. Denn in den Augen des ehemaligen Verteidigungsministers sei Donald Trump mit seiner Rhetorik selbst „verantwortlich für das, was wir dort gewahren“. Es sei ja nicht der erste Gewaltakt, der sich dort in den letzten Monaten ereignet hat. Kaum denkt man, Guttenberg habe die Kurve gekriegt, ist er schon wieder herausgeflogen.

Sogar Gregor Gysi, der mit Guttenberg einen gemeinsamen Podcast unterhält, stimmt mit ein. Der SED-Linke verurteilt explizit, was seine Partei-Kollegin Heidi Reichinnek jüngst bei Caren Miosga über das Attentat von sich gab. Sie hatte Unverständnis darüber geäußert, dass der Mord betrauert wird. Gysi: „Verurteilen muss ich es. Mord ist niemals die Lösung eines Problems, sondern schafft immer nur neue Probleme und neuen Hass.“ Doch auch er schlittert flugs wieder aus der Kurve. „Wenn Sie die Töne bei uns hören …“, setzt er an, um dann sofort auf die entglittenen Sitten im Bundestag und Trump zu kommen. „Wir stehen durch Trump unter Druck, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit abzubauen, wir stehen durch die AfD unter Druck.“ Und „die dazwischen, die Rechtstaat, Freiheit und Demokratie verteidigen wollen“, die seien „nicht in der Lage, sich zu organisieren“.

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