Habeck statt Milei: In diesem fatalen Moment lässt Merz keinen Zweifel, dass er ein Kanzler des grünen Weiter-So wäre

vor mehr als 1 Jahr

Habeck statt Milei: In diesem fatalen Moment lässt Merz keinen Zweifel, dass er ein Kanzler des grünen Weiter-So wäre
Bildquelle: Apollo News

„Ich bin ehrlich gesagt völlig entsetzt gewesen, dass Christian Lindner diesen Vergleich gemacht hat. Weil das, was da zurzeit in Argentinien passiert – wir verfolgen das ja nun auch nicht jeden Tag – aber was dieser Präsident dort macht, ruiniert das Land, tritt wirklich die Menschen mit Füßen. Und das als ein Beispiel für Deutschland zu nehmen – ich muss sagen, ich bin einigermaßen sprachlos gewesen.“

Mit Vehemenz distanziert sich Merz vom interessantesten liberalen Kopf der Gegenwart – Javier Milei, der gerade zeigt, dass der globale Trend zu mehr Staat und mehr staatlicher Kontrolle keineswegs ein Naturgesetz ist. Und von Christian Lindners vorsichtiger Aussage, angesichts dessen müsse man auch in Deutschland „ein bisschen mehr Milei“ wagen. Das erklärt Friedrich Merz in der gleichen Talkshow, in der er auch sagt, dass er sich Schwarz-Grün und einen Wirtschaftsminister Habeck vorstellen könnte. Was ein Offenbarungseid des Kanzlerkandidaten von CDU und CSU.

Nicht nur innerhalb der Union schüttelt man mal wieder den Kopf über das, was Friedrich Merz da sagt. Nachdem der CDU-Chef schon ohne Not plötzlich Verhandlungsbereitschaft bei der Frage der formalen Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen signalisiert hatte – bemerkenswerte Strategie für eine angeblich christlich-konservative Partei – äußerte er sich ebenso plötzlich positiv über eine Aufweichung der Schuldenbremse. Jetzt prügelt er auf Christian Lindner und seinen Milei-Satz ein. Und die Frage bleibt: warum?

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