Am Sonntag sprach der argentinische Präsident Javier Milei bei der Eröffnung der 144. regulären Sitzungsperiode des argentinischen Kongresses. Dabei blickte er zum einen auf die aus seiner Sicht erfolgreiche außerordentliche Sitzungsperiode bis Ende Februar zurück und lieferte sich gleichzeitig heftige Wortgefechte mit oppositionellen Zwischenrufern und Störern.
Als etwa eine linke Abgeordnete dazwischenrief und anmerkte: „Vergessen Sie die soziale Gerechtigkeit nicht!“, reagierte der libertäre Präsident prompt: „Ihr Ignoranten… ‚Soziale Gerechtigkeit‘ ist Diebstahl. Sie beinhaltet ungleiche Behandlung vor dem Gesetz und wird durch Diebstahl vorbereitet. Ihr Diebesbande! Ihr Verbrecher!“
Nach einem weiteren linken Zwischenruf warf er der peronistischen Opposition ihre antiwestliche Außenpolitik vor: „Ihr habt euch Venezuela und den Terroristen aus dem Iran ausgeliefert, die zwei Bomben bei uns platziert haben.“ Damit nahm Milei Bezug auf zwei Bombenanschläge durch iranisch finanzierte Gruppen aus den 90er-Jahren: Bei einem Anschlag auf die israelische Botschaft in Buenos Aires starben 1992 29 Menschen – zwei Jahre später kamen bei einem Bombenanschlag auf ein jüdisches Kulturzentrum insgesamt 85 Menschen ums Leben.
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