Handelsstreit – Rüstungsaktien schwach – Chefwechsel bei Porsche

vor 9 Monaten

Handelsstreit – Rüstungsaktien schwach – Chefwechsel bei Porsche
Bildquelle: Tichys Einblick

Das war sicher die Personalmeldung der Woche. Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume, der in Personalunion auch die Porsche AG führte, gibt sein Amt als Porsche-Chef auf. Nachfolger von Blume soll, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, Michael Leiters werden. Der Ingenieur war ehemals Chef des britischen Sportwagenherstellers McLaren und hatte zuvor für die italienische Marke Ferrari gearbeitet.

Blume war zehn Jahre Chef des Stuttgarter Sportwagenherstellers. Vor drei Jahren rückte er zusätzlich an die Spitze des VW-Konzerns. Die Doppelrolle war von vielen Stakeholder kritisiert worden. So hatte etwa vor einigen Wochen VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo gesagt: „Der Vorstandsvorsitzende kann in Wolfsburg kein Halbtagschef sein und die restliche Zeit bei Porsche verbringen. Dieser Zustand muss enden.“

Auch von Aktionärsvertretern, Corporate-Governance-Experten und in den Medien hatte es immer wieder Kritik gegeben. Sowohl der Konzern als auch die Marke Porsche stecken derzeit in einer tiefgreifenden Restrukturierung, was die Aufgaben für Blume noch schwieriger machte. Kurz vor Weihnachten 2024 hatte der Konzern bekanntgegeben, dass bei der kriselnden Kernmarke VW bis zum Jahr 2030 gut 35.000 Stellen wegfallen sollen. Das ist rund ein Drittel der in Deutschland Beschäftigten der Marke VW.

Auch der Sportwagenhersteller Porsche hatte Mitte September die dritte Gewinnwarnung in diesem Jahr herausgegeben und eine Rückbesinnung auf Autos mit Verbrennungsmotor und Plug-in-Hybride bekanntgegeben.

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