Nachdem Scholz die Vertrauensfrage verloren hat, wurde am Montagabend bei hart aber fair über das Ende der Regierungskoalition gesprochen. Mit dabei: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haseloff, Melanie Amann, die stellvertretende Chefredakteurin des Spiegel, der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr, SPD-Chefin Saskia Esken und Gregor Gysi.
Gysi führte aus, dass die Ampel „keine gute Regierung“ sei, man aber nicht wisse, „ob wir eine bessere bekommen“. Er sprach von „alle[n] demokratisch legitimierten Parteien“, korrigiert sich dann aber: „Alle demokratischen Parteien“ müssten jetzt „einen Gesprächskreis bilden“ und ergründen, „warum die etablierte Politik von der CSU bis zur Linken so an Ansehen verloren hat.“
Nach einem Grund befragt, führte Gysi aus: „Ich glaube, wir haben die falsche Sprache. Wir nennen oft für politische Entscheidungen falsche Beweggründe. Weil es geht in der Demokratie ja nicht um Wahrheiten, sondern um Mehrheiten. Danach wird alles ausgerichtet und das hat Konsequenzen.“ Die Parteien müssten sich Gedanken machen, was sie falsch machen, dass die Leute stattdessen die AfD wählen.
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