„Ich finde mich etwas cooler, wenn es Staatsangelegenheiten betrifft“, meint Scholz

vor mehr als 1 Jahr

„Ich finde mich etwas cooler, wenn es Staatsangelegenheiten betrifft“, meint Scholz
Bildquelle: Apollo News

Die Entlassung von Christian Lindner sei „anständig, klar und deutlich“ gewesen, behauptete Bundeskanzler Olaf Scholz am Sonntagabend bei Caren Miosga. Die 60-minütige Sendung wurde zur Politbühne für den in der Kritik stehenden Kanzler: „Ich finde mich etwas cooler, wenn es Staatsangelegenheiten betrifft“, sagte er über die Unterschiede zu Oppositionsführer Friedrich Merz, der als Bundesvorsitzender der CDU bei den nächsten Wahlen Kanzler werden möchte.

Scholz wollte sich über die gesamte Sendung lässig zeigen, überdeckte damit aber nur die Anspannung, die durch hochgezogene Augenbrauen und ein gezwungenes Lächeln zum Vorschein kam. In untypischer Manier unterbrach der Bundeskanzler die Moderatorin teilweise, bat schon vorab darum, eine Antwort auf eine Frage zu geben, deren Pointe er noch nicht einmal kannte. Und wurden ihm die teilweise kritischen, aber eigentlich nicht weiter auf ihn eingehenden Fragen zu pikant, antwortete der SPD-Politiker nur mit Ein-Satz-Antworten.

Stattdessen berief sich Scholz immer wieder auf das von den Bürgern verliehene Regierungsmandat, das er als Spitzenkandidat der SPD mit dem Wahlsieg 2021 erhalten hatte. Er betont: „Ohne dass ich mich immer wieder um Kooperationen und Kompromisse bemüht hätte, hätte die Regierung so lange nicht gehalten, sie wäre nicht einmal zustande gekommen.“ Eine andere Option als die Ampel stand 2021 aber auch nicht ernsthaft im Raum.

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