AfD-Bundessprecherin Alice Weidel hat sich von Passagen im aktuellen Wahlprogramm des AfD-Landesverbands Sachsen-Anhalt distanziert. Im Interview mit RTL und ntv erklärte sie mit Blick auf Aussagen über nicht-traditionelle Familien: „Da gehe ich nicht mit.“
Der Landesverband bezeichnet in seinem Wahlprogramm die „intakte Familie bestehend aus Mutter, Vater und Kindern“ als bestes Modell für die Entwicklung von Kindern. Zudem heißt es dort, steigende Abtreibungszahlen und sinkende Geburtenraten hingen auch damit zusammen, dass „sexuelle Abweichungen und nicht-reproduktive Lebensweisen“ offensiver beworben würden.
Weidel widersprach dieser Linie deutlich. „Die können reinschreiben, was sie wollen. Ich lebe etwas anderes“, sagte sie. Sie sei „gesellschaftlich liberaler aufgestellt“ und ergänzte: „Wir leben mittlerweile in einer ganz anderen Realität.“
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