ifo-Institut senkt Konjunkturprognose und nennt Reformmaßnahmen der Regierung „falsch“

vor 7 Monaten

ifo-Institut senkt Konjunkturprognose und nennt Reformmaßnahmen der Regierung „falsch“
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Das ifo-Institut München hat seine Konjunkturprognose für 2026 gesenkt. Während die Bundesregierung im Sommer noch von einem Wachstum von 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausging, geht das Institut nun nur noch von einem Wachstum von 0,8 Prozent aus. Für dieses Jahr geht das ifo-Institut lediglich von einem Wachstum von 0,1 Prozent aus. Grund für diese Entwicklung sei einerseits die zu geringe Arbeitszeit, andererseits die sinkenden Investitionen von Unternehmen. Für 2027 wird von einem Wachstum von 1,1 Prozent ausgegangen.

Der ifo-Präsident Clemens Fuest kritisiert die Maßnahmen der Bundesregierung. Der „Herbst der Reformen“ sei nicht komplett ausgefallen, „aber das Schlimme ist, dass die Reformen, die stattgefunden haben, mehrheitlich in die falsche Richtung steuern, wenn die richtige Richtung wäre, sich für mehr Wachstum einzusetzen“, sagt er auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Vor allem die Rentenreform werde zu einem geringen Wirtschaftswachstum führen, weil steigende Kosten und Steuersätze zu einer geringeren Investitionsbereitschaft führen würden.

„Umso wichtiger ist es, dass es jetzt einen Frühling der Reformen gibt, in dem sich auf Wachstum konzentriert wird.“ Man solle keine hektischen Einzelmaßnahmen durchführen, sondern koordiniert und überlegt handeln. Deutschland sei fest im Griff des Strukturwandels, heißt es in der Pressemitteilung des ifo-Instituts. Die Nation könne sich im Vergleich zu anderen Ländern nur langsam und mit hohen Kosten an Entwicklungen anpassen.

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