Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hat angekündigt, seine Partei noch stärker von der AfD abzugrenzen. „Wir müssen uns und wir werden uns mit der AfD auch inhaltlich sehr viel stärker auseinandersetzen“, sagte er in einem Interview mit dem MDR. „Ignorieren geht nicht mehr. Aber jetzt in der Sache die Unterschiede herauszustellen: Was droht unserem Land, wenn die AfD stärker wird – oder möglicherweise sogar in einem Bundesland wie Sachsen-Anhalt den Ministerpräsidenten stellt?“ Das müsse die CDU den Bürgern sagen und darüber müsse es eine Auseinandersetzung geben, forderte Merz.
Es gebe große Unterschiede, „auch in unserem Demokratieverständnis, wie wir miteinander umgehen“, sagte der Parteivorsitzende. „Und ich werde die CDU genau in diese Richtung führen, dass wir eine Sachauseinandersetzung führen, sehr viel klarer, sehr viel deutlicher noch, als wir das bisher getan haben.“
Friedrich Merz reagiert damit auf aktuelle Umfragen, in denen die AfD in Sachsen-Anhalt weit vor der CDU liegt. Die jüngste stammt von Infratest dimap und wurde im Auftrag des MDR, der Mitteldeutschen Zeitung und der Volksstimme durchgeführt. 39 Prozent der Wahlberechtigten würden bei der Landtagswahl demnach für die AfD stimmen, für die CDU hingegen nur 27 Prozent. Alle anderen Parteien landen weit abgeschlagen dahinter.
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