Bei Illner: Merz vor der Öffnung nach links

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Bei Illner: Merz vor der Öffnung nach links
Bildquelle: Tichys Einblick

An diesem Abend sitzen Vertreter von Union, SPD und Grünen bei Maybrit Illner und sprechen über das vorläufige Ergebnis der Wahl. Es ist noch nicht sicher, ob das Bündnis Sahra Wagenknecht in den Bundestag kommt. Ein Einzug des BSW würde für die Union eine Koalition mit SPD und Grünen bedeuten. Mittlerweile ist zwar klar, dass es für Schwarz-Rot reicht – das konnte aber noch keiner der Beteiligten zu dem Zeitpunkt wissen.

Die Runde liefert die Erkenntnis, dass es ein weiter Weg zu einer stabilen und handlungsfähigen Regierung sein dürfte. Denn große inhaltliche Schnittmengen gibt es zwischen den drei Parteien kaum. Einig ist man sich nur darin, dass man die AfD weit weg von politischer Verantwortung halten möchte. Ob der Kampf gegen Rechts ein vernünftiges Projekt für einen konservativen Bundeskanzler ist, darf bezweifelt werden. Aber vermutlich zwingt die Angst vor einer Teilhabe der AfD an einer Regierung das mögliche neue „Bündnis“ zusammen.

Im Fußball-Jargon würde man das Abschneiden der Union bei dieser Bundestagswahl als Arbeitssieg bezeichnen. Es reicht klar für den ersten Platz, aber ein großes Plus konnte Merz der Union nicht beschaffen. Selbst im Vergleich zu Angela Merkel ist das Ergebnis dürftig. Die ewige Bundeskanzlerin kam nie unter 30 Prozent – selbst nach 2015 und der großen Grenzöffnung nicht.

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