Die Zahlen sind erstmal verblüffend: Erst mit durchschnittlich 23,9 Jahren zogen in Deutschland junge Menschen im vergangenen Jahr aus dem elterlichen Haushalt aus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Junge Menschen leben in Deutschland länger im Elternhaus als sie es, statistisch gesehen, je taten. Warum eigentlich?
Eine Antwort: Wer kann sich schon eine eigene Wohnung leisten, wenn er noch studiert oder in der Ausbildung ist (die Mietpreise – besonders in den Städten – sind geradezu explodiert). War von den 25-jährigen Männern 2024 gut ein Drittel noch nicht aus dem Elternhaus ausgezogen, war es bei den Frauen im selben Alter gut ein Fünftel (22,4 Prozent).
Es ist der Einschnitt in das neue Leben als Erwachsener – weg von zuhause. Und zwar für immer. Was schön und warm und bequem war, ist nicht mehr. Und für die Eltern ist es ähnlich. Das Zimmer des Kindes ist plötzlich leer, vielleicht bleibt die Couch stehen. „Wenn du mal kommst, kannst du natürlich bei uns schlafen“. Meistens passiert es nicht.
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