Der Traum der Deutschen war jahrzehntelang ein eigenes Zuhause – ein Häuschen oder eine Eigentumswohnung. Der Traum ist immer noch da – aber er lässt sich immer weniger verwirklichen. Der ohnehin im europäischen Vergleich sehr niedrige Anteil der Wohnungseigentümer in Deutschland ist nach einer neuen Studie weiter gesunken, wie die Berliner Zeitung berichtet. Im Jahr 2022 wohnten nur noch 43,6 Prozent der Haushalte in den eigenen vier Wänden, meldet das Prestel-Institut unter Berufung auf 2024 veröffentlichte Zahlen. Der langsame, nahezu kontinuierliche Anstieg der Wohneigentumsquote in den vergangenen Jahrzehnten ist damit gestoppt.
Im Vergleich unter 19 europäischen Ländern liegt Deutschland der Studie zufolge auf dem vorletzten Platz – noch weniger Eigenheimbesitzer gibt es nur in der Schweiz. Pestel-Leiter und Chef-Ökonom Matthias Günther machte „politisches Versagen“ für die Trendwende verantwortlich. „Für Durchschnittsverdiener ist die Chance auf Wohnungseigentum heute gleich null.“
Auf dem ersten Platz der 19 europäischen Länder liegt die Slowakei, dort leben laut Studie gut 90 Prozent im eigenen Haus oder in einer Eigentumswohnung. Bei den deutschsprachigen Ländern schneidet Österreich am besten ab: Dort liegt die Wohnungseigentumsquote deutlich über der Hälfte.
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