In einer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat, wäre der Beschlussentwurf für die diesjährige Klausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag in Kloster Seeon (liegt NIUS vor) ein geradezu magisches Papier gewesen. Die Abgeordneten um Landesgruppenchef Alexander Hoffmann haben so ziemlich alles in ihre Texte geschrieben, womit sie nicht nur den Koalitionspartner SPD, sondern auch die Schwesterpartei CDU seit Langem gepiesackt haben.
Wer die Vorlage für das knapp dreitägige Treffen (6. bis 8. Januar 2026) der 44 CSU-Bundestagsabgeordneten liest, kommt um den Eindruck nicht herum, dass hier eine Wünsch-dir-was-Liste erstellt wurde, mit deren Umsetzung eigentlich niemand rechnet, die aber wichtig ist, um über die Jahre der koalitionären Selbstverleugnung nicht zu vergessen, wer man eigentlich ist und was man will.
Alljährlich grübeln im Kloster Seeon die wichtigsten CSU-Politiker über die Ausrichtung der Partei
Einige knackige Streitpunkte sind aber doch zwischen sehr viel Unstrittigem aus dem Koalitionsvertrag versteckt. Kanzler Friedrich Merz (CDU) etwa bekommt am Ende des Kapitels „Kraftvoll für die Verteidigung unseres Landes“ noch eine kräftige Lektion in Sachen Israel-Politik ins Stammbuch geschrieben.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











