Vor Jahren bekam ich in Berlin ein Schlösschen zum Kauf angeboten. Es hatte ein hübsches Kupferdach und war von seinem ersten Besitzer selbst gebaut worden. Letztlich sagte ich ab, weil ich es selbst abbauen und wieder neu an einer anderen Stelle hätte aufbauen müssen und dennoch 500 Euro bezahlen sollte.
Was hier rätselhaft klingt, war allenfalls exotisch: Es ging damals um das Laufentenhaus von Jakob Augstein in Schlossgestalt, von ihm selbst gebaut und mit Kupfer bedeckt. Dieses Schlösschen stand im Garten einer Villa, die Augstein damals bewohnte und wohl verkauft hatte.
Das Schlösschen bot mir die neue Besitzerin zum Kauf an. Ich erinnere mich vage, dass die Villa früher mal einer Nazi-Größe gehört haben soll, habe aber vergessen, um wen es sich handelt. Die Laufente ist ein Exot, wird aber immer beliebter bei Gartenfreunden, weil diese Enten Schnecken als Delikatesse empfinden. Der Spiegel-Erbe Augstein hat sich mal eine Weile als Gärtner definiert und schrieb sogar mal das Buch „Die Tage des Gärtners“. Es passt also zusammen.
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