Entrüstung statt Argumente: SPD und Grüne fürchten Spahns AfD-Vorstoß!

vor etwa 1 Jahr

Entrüstung statt Argumente: SPD und Grüne fürchten Spahns AfD-Vorstoß!
Bildquelle: NiUS

Jens Spahn hat nichts besonders Neues oder Revolutionäres gesagt. Weder wollte er die Brandmauer schleifen noch der AfD einen Bundestagsvizepräsidenten nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zugestehen. Spahn hat lediglich die Überlegung geäußert, dass es wenig klug sei, die stärkste Oppositionspartei weiterhin von allen parlamentarischen Gepflogenheiten auszuschließen und ob es nicht zielführender sei, die inhaltliche Auseinandersetzung zu suchen, anstatt bei jeder Kleinigkeit die formale Keule herauszuholen.

Aber das genügte bereits. Irrlichterei wurde ihm bescheinigt, SPD und Grüne zeigten sich empört und entsetzt. Das Tor zur Hölle geöffnet zu haben, warf man ihm nicht vor, die Öffnung hat ja Friedrich Merz bereits erledigt. Aber sonst jede Menge moralische Entrüstung, Argumente suchte man vergeblich.

Ganz offensichtlich haben SPD und Grüne zwar die Bundestagswahl sehr deutlich verloren, denken aber nicht daran, die Diskurs- und Deutungshoheit darüber abzugeben, wie man sich mit der AfD auseinandersetzen darf. Aus ihrer Sicht verständlich. Solange die undifferenzierte Komplettausgrenzung der AfD funktioniert, haben SPD und Grüne ein Abonnement auf die Macht, da interessiert die Abstrafung durch die Wähler nur am Rande. In weiten Teilen Ostdeutschlands haben SPD und Grüne inzwischen den Status von Kleinparteien erreicht –  auch das muss nicht interessieren, solange der Union diktiert werden kann, wer mit wem wie wann reden darf.

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