Jens Spahn erklärt sich den Wahlerfolg der AfD bei jungen Menschen damit, dass sie die Folgen der illegalen Migration stärker spüren als ältere Menschen. Im Interview mit Welt wird er darauf angesprochen, dass die AfD bei den beiden vergangenen Landtagswahlen besonders bei jungen Menschen gut abgeschnitten habe. „Gute TikTok-Reels erklären diesen Zulauf jedenfalls nicht. Es muss schon auch Inhalte geben, die die jungen Menschen ansprechen.“
Der Vorsitzende der Unionsfraktion führt aus: „Meine These ist ja, dass ein 16-Jähriger in seinem Alltag die Folgen nicht gelungener Integration viel krasser erlebt als ein 60-Jähriger – an der Schule, am Wochenende beim Ausgehen, am Bahnhof, im Schwimmbad. Für die Jugend sind die Folgen irregulärer Migration im Alltag spürbarer als für Senioren.“ Dieses Erleben treffe dann auf gute Social-Media-Kampagnen der AfD. Die Zeitung hakt an dieser Stelle nicht weiter nach.
Bei den Wahlen hätten auch 25 Prozent der jungen Frauen die Linkspartei gewählt, sagt Spahn. Er vermutet, dass das auch mit der Sorge um bezahlbaren Wohnraum zusammenhänge. „Ich halte die Antworten der Linken – Enteignung oder Mietenbremse – für falsch. Aber das Thema ist das Richtige.“ Er wolle das Thema zu einem Schwerpunkt der Unionsfraktion im Bundestag machen.
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