CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn hat erneut eine Debatte rund um die Reaktivierung von Atomkraftwerken in Deutschland angestoßen. Das solle man miteinander prüfen, sagte der CDU-Politiker in Berlin am Rande eines Forschungskongresses seiner Fraktion vor Journalisten.
Er verwies auf Studien, die zeigen würden, dass stillgelegte AKW „mit um die neun, zehn Milliarden Euro wieder ans Netz gehen könnten. Ich finde jedenfalls, diese Debatte müssen wir gesellschaftlich führen“, sagte Spahn. In anderen Staaten würden 30 bis 50 Milliarden Euro investiert, um ein neues Kernkraftwerk zu bauen. „Wir könnten mit deutlich weniger unsere gerade abgeschalteten Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen. Eine Diskussion ist es in jedem Fall wert.“
Damit stellt sich Spahn in direkten Widerspruch zu Bundeskanzler Friedrich Merz. Merz hatte vor wenigen Wochen erklärt, der Atomausstieg sei unumkehrbar. „Der Beschluss ist irreversibel. Ich bedauere das, aber es ist so“, sagte er wörtlich.
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