2000 weitere Afghanen mit Aufnahmezusage sollen nach Deutschland gebracht werden. Das fordert der „Kabuler Appell“. Die Initiatoren sprechen von „politischem Taktieren“ und kritisieren die Bundesregierung für die aus ihrer Sicht unnötigen Verzögerungen. Doch auch das Vorgehen der Initiative stößt auf Kritik.
Zu den Unterzeichnern des „Kabuler Appells“ gehört zum Beispiel auch Jan Böhmermann, der viel kritisierte Moderator des ZDF-Formats „Magazin Royale“. Böhmermann ist für seine oft vulgären Provokationen bekannt und diffamierenden Kampagnen bekannt. Sein „Schmähgedicht“ über den türkischen Präsidenten Erdogan führte 2016 zu einem diplomatischen Eklat; seine Attacken auf den früheren Bild-Chefredakteur Julian Reichelt lösten Debatten über Grenzen medialer Macht aus, ebenso wie die Verleumdung Arne Schönbohms und die Offenlegung der Identität eines anonymen Youtubers.
Auch interne Vorwürfe über Umgangston und Arbeitsklima beim ZDF-Format sorgen immer wieder für negative Schlagzeilen. Nun steht Böhmermann an der Spitze einer Initiative, die noch zusätzlich 2000 Migranten nach Europa bringen will.
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