ZDF-Intendant Norbert Himmler hatte kürzlich nach einer anwaltlichen Aufforderung von Arne Schönbohm eine Unterlassungserklärung abgegeben, wie NIUS berichtete. Auslöser waren Aussagen Himmlers im Podcast table briefings, in denen er den Eindruck erweckt hatte, das Urteil des Landgerichts München I habe keine falschen Tatsachenbehauptungen in der Sendung von Jan Böhmermann festgestellt.
Tatsächlich hatte das Gericht dem früheren BSI-Präsidenten in mehreren Punkten recht gegeben und dem ZDF die weitere Verbreitung bestimmter Aussagen untersagt. Mit der Unterlassungserklärung verpflichtete sich Himmler, diese Darstellung des Urteils künftig nicht mehr zu wiederholen.
Am Wochenende wurde der Vorgang zudem im Podcast „Sachlich richtig“ thematisiert, moderiert von den Journalisten Alexander Teske, Annekathrin Mücke, Ole Skambraks und Peter Welchering. Diskutiert wurde dort ausdrücklich die Frage, ob Himmler gelogen habe. Die Journalisten äußerten den Verdacht, dass der ZDF-Intendant nicht irrtümlich, sondern mit Vorsatz eine falsche Darstellung des Urteils verbreitet habe. Ziel: Wiederwahl als ZDF-Intendant.
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