Die christdemokratische Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hatte in einem Gespräch mit der Bild am Sonntag die Kirchen scharf kritisiert. „Wenn Kirche manchmal zu beliebig wird oder zu tagesaktuellen Themen Stellungnahmen abgibt wie eine NGO und nicht mehr die grundsätzlichen Fragen von Leben und Tod im Blick hat, dann wird sie leider auch austauschbar“, warnte die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin im Interview (Apollo News berichtete).
Für diese Worte erntete Klöckner jedoch selbst Kritik in den sozialen Medien. Insbesondere mehrere Politiker der Grünen und der SPD schalteten sich in die Debatte ein. „Warum sollten die Kirchen sich nicht äußern zu Ungerechtigkeiten in der Welt, zu Humanität und Menschlichkeit, zum sozialen Zusammenhalt und zur Nächstenliebe, Julia Klöckner?“, schrieb etwa die Grüne Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter).
„Die Union zeigt sich gerade nicht besonders offen gegenüber der kritischen Zivilgesellschaft“, sagte Haßelmann später dem Tagesspiegel. Auch ihr Kollege aus den Noch-Regierungsfraktionen, Ralf Stegner, kritisierte gegenüber der Zeitung die Worte Klöckners. „Statt der österlichen obrigkeitsstaatlichen Zurechtweisung hätte ich mir von meiner Präsidentin des Deutschen Bundestages die besondere Wertschätzung für diese Rolle der Kirchen gewünscht“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende der Zeitung.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











