Am Donnerstag sprach Innenminister Dobrindt in seinem Pressestatement davon, dass in den letzten sieben Tagen 32 von 51 Personen, die ein Asylgesuch gestellt hatten, zurückgewiesen worden waren (Apollo News berichtete). Das entspricht einem Anteil von 62 Prozent. Die anderen Migranten wurden nach Deutschland gelassen, weil sie als „vulnerable Gruppen identifiziert“ wurden. Wie „vulnerable Gruppen“ jedoch definiert werden, ist nicht eindeutig.
Dobrindt führte am Donnerstag weiter aus, dass in der Woche davor 44 Personen ein Asylgesuch gestellt hatten und alle nach Deutschland gelassen worden waren. Bereits in seiner ersten Presseerklärung am 7. Mai hatte er angekündigt, dass mehr Grenzkontrollen durchgeführt werden sollen. Vulnerable Gruppen sollen aber nicht zurückgewiesen werden. Zu den vulnerablen Gruppen gehören unter anderem Schwangere und Kinder sowie Schwerkranke, aber auch „andere vulnerable Gruppen“, wie der Innenminister sagte (mehr dazu hier).
Daraufhin fragte Apollo News beim Bundesinnenministerium an, wie vulnerable Gruppen definiert werden. Ein Sprecher teilte mit: „Eine abschließende Auflistung von vulnerablen Personen gibt es aber ausdrücklich nicht, denn die Gründe, warum eine Person im konkreten Einzelfall besonders schutzbedürftig ist, sind so vielfältig, dass eine Auflistung schlicht nicht möglich ist.“
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