Korruption bei Sanierung der NRW-Staatskanzlei?

vor mehr als 1 Jahr

Korruption bei Sanierung der NRW-Staatskanzlei?
Bildquelle: Tichys Einblick

In Düsseldorf, Mönchengladbach, Neuss, Wegberg, Münster und Erkrath waren am Dienstagmorgen, 14. Januar, ab 6 Uhr Staatsanwälte sowie rund 200 Ermittler des Landeskriminalamts NRW und örtlicher Polizeibehörden im Einsatz, um 40 Durchsuchungsbeschlüsse in 57 Wohn- und Geschäftsräumen zu vollziehen. Vor allem die regionale, aber auch die überregionale Presse berichten darüber.

Ausgelöst hatten die spektakuläre Razzia zwei Anzeigen wegen mutmaßlich korrupten und betrügerischen Handelns im Zusammenhang mit der Sanierung der Düsseldorfer Staatskanzlei. Eine der Anzeigen erfolgte im Oktober 2024 durch eine Privatperson, eine weitere aus der Innenrevision des Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB) des Landes. Dem BLB als landeseigenem Immobilienunternehmen gehören die meisten landeseigenen Grundstücke und Gebäude, er bewirtschaftet und vermietet sie etwa an Ministerien und Ämter.

Mit im „Spiel“: vier BLB-Mitarbeiter und Mitarbeiter eines Architekturbüros in Düsseldorf, das dem bekannten Architekten Karl-Heinz Petzinka (69) gehört. Petzinka genießt in Düsseldorf einen besonders guten Ruf, von 2017 bis 2022 war er Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie. Im Verdacht stehen insgesamt sieben Personen im Alter zwischen 36 bis 69 Jahren. Konkret wird ermittelt wegen des Verdachts der Bestechung und Bestechlichkeit, der wettbewerbswidrigen Absprachen bei Ausschreibungen, der Untreue sowie des Betruges.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel