Krisen-Alarm vom IW: Noch weniger Wirtschaftswachstum

vor 2 Monaten

Krisen-Alarm vom IW: Noch weniger Wirtschaftswachstum
Bildquelle: Tichys Einblick

Damit droht Deutschland nach mehreren Jahren wirtschaftlicher Schwäche erneut eine Phase der Stagnation. „Der Iran-Krieg hat die ohnehin fragile Erholung der deutschen Wirtschaft abrupt ausgebremst“, erklärte IW-Konjunkturexperte Michael Grömling laut einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Analyse. Besonders die steigenden Energiepreise, Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten und neue Störungen internationaler Lieferketten träfen die exportorientierte deutsche Industrie in einer ohnehin angespannten Lage.

Deutschland hatte bereits in den vergangenen Jahren mit erheblichen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes schrumpfte die Wirtschaftsleistung 2023 um 0,9 Prozent und 2024 nochmals um 0,5 Prozent. Zwar konnte die deutsche Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2026 überraschend leicht zulegen – das Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal um 0,3 Prozent –, doch nach Einschätzung zahlreicher Experten reicht dieses Wachstum nicht aus, um von einer nachhaltigen Erholung sprechen zu können.

Vor allem die Energiefrage entwickelt sich erneut zum zentralen Risiko: Der Konflikt im Nahen Osten hat die internationalen Öl- und Gaspreise spürbar steigen lassen. Insbesondere die akute Bedrohung der Schifffahrt in der Straße von Hormus, über die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels abgewickelt wird, sorgt nun schon seit Wochen für ein Ansteigen der Energiepreise. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte zuletzt vor „erheblichen Risiken für die Stabilität der globalen Energiemärkte“.

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