Ist das Liebe, das da aus den Augen der beiden spricht? So wie sich die Linken-Fraktions-Chefin Heidi Reichinnek und der FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki gegenseitig die Komplimente um die Ohren hauen, mag man kaum glauben, dass sie überhaupt ernsthaft streiten. Dabei geben sie doch scheinbar alles. Scheinbar, nicht anscheinend.
Reichinnek spult sogar das komplette Wahlprogramm herunter, und Kubicki versucht nach Kräften, ihren sozialistischen Phantastereien ökonomische Argumente entgegenzusetzen. Doch er hat keine Chance. Will er wohl auch gar nicht. Weder inhaltlich noch vom Redetempo her kann er mithalten. Irgendwann gesteht Kubicki ihr dann, dass er als ehemaliger Bundestagsvizepräsident immer heimlich ihre Redezeit verlängert hat. Sie wirft ihm einen verträumten Blick zu.
Immerhin, bei der Entwicklungshilfe macht Kubicki einen Stich: „Deutschland ist das Land, was weltweit pro Kopf am meisten für die Entwicklungshilfe ausgibt.“ Man müsse sich fragen, „ob es Sinn macht, anderen Ländern zu helfen, denen es teilweise besser geht als uns – Indien, China“.
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