Blackbox KW 42 – Würstchen der Weltpolitik

vor 9 Monaten

Blackbox KW 42 – Würstchen der Weltpolitik
Bildquelle: Tichys Einblick

„Woran liegt es eigentlich“, fragte Friedrich Merz, der Kanzler aus dem Sauerland, seine Getreuen, „dass so viele Menschen so unzufrieden sind mit dem, was wir im Augenblick politisch tun?“ Ob es womöglich mit „diesem Problem im Stadtbild“ zu tun hat? Dabei ist doch „der Bundesinnenminister dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen“. „Rückführungen“ und „Stadtbild“? Eindeutig rassistisch, meinten sofort mindestens zwei Dutzend Grüne, SED-Apparatschiks und all die linken Verdrehungskünstler, die es nicht geschafft haben, sich von X oder Facebook zu lösen und in ihre Online-Reservate zurückzuziehen. Nach geltender Linkssprechung also rassistisch. Aber ist es deshalb falsch?

♦ Das Stadtbild in Coburg zeigte am Tag nach der „Debatte“ zwei syrische Familien, die vor einer Grundschule mit einer Eisenstange aufeinander losgingen. Stadtbild-Szenen der neuen Art füllen die Zeitungen seit Jahren, trotz größtmöglicher Zurückhaltung der Journos – Mördernamen werden verschwiegen, Überfälle als „Streit“ bagatellisiert. Dennoch wurde es Merz nach dem Geschrei der Linken schnell zu heiß in der Küche, und der Stadtbild-Satz im Protokoll des Bundespresseamtes wurde gestrichen.

♦ Weil er im Inneren nur so viel Bewegungsfreiheit hat wie ein Container- oder Dschungel-Promi unter Aufsicht des Regisseurs, gedachte Fritz im Ausland den Bismarck zu geben. In Schland kein Glück, kam im Ausland aber Pech dazu. Die Sonne strahlte über Sharm el-Sheikh, und Merz, Keir Starmer und Emmanuel Macron, die drei „Würstchen der Weltpolitik“ (der freche Kubicki), mussten drei Stunden warten, bis sie zu Big Mac Trump vorgelassen wurden. Nachdem er stundenlang mehr oder weniger unbemerkt auf der Trump-Show in Ägypten herumgestanden hatte, musste Merz am Kongresszentrum eine Stunde warten, bis sein Shuttle-Service ihn zum Flughafen zurückbrachte. Dort bekam die Kanzlermaschine drei Stunden keine Starterlaubnis, wichtigere Leute hatten Vorfahrt. Merzland spielt keine Rolle mehr in der Welt. Seinen mitgereisten Propaganda-Tröten aber durfte der Kanzler immerhin verkünden „Der Krieg in Gaza ist zu Ende“, und Staatsfunk-Zuschauern sollte damit wohl der Eindruck vermittelt werden, er, Fritz, habe damit auch nur das Geringste zu tun.

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