Landtagswahlen sind selten spannend. Bundesweite Auswirkungen haben sie noch seltener. Markante Persönlichkeiten gibt es nicht allzu viele und ein völliger Wechsel der Regierungen geschieht kaum, zumeist ändern sich lediglich Koalitionspartner. Die SPD beispielsweise kann in Berlin ein ums andere Mal von den Wählern abgestraft werden – sie ist trotzdem seit 1989 an jeder Senatsbildung beteiligt, es ändern sich nur die Partner.
Die beiden Landtagswahlen im März in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz werden jedoch Auswirkungen auf das Innenleben der Parteien und damit die Bundespolitik haben.
Auch hier – in beiden Bundesländern – wird es keinen Komplettwechsel der Regierungspartner geben. In Baden-Württemberg werden die Grünen in der Regierung bleiben und in Rheinland-Pfalz die Sozialdemokraten. Nur sah es über Jahre und bis vor wenigen Tagen so aus, dass die Grünen nach dem populären Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann keine Chance haben würden, weiter den Ministerpräsidenten zu stellen, und dass auch in Mainz die CDU die Nase vorne haben würde.
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