SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich für eine zusätzliche Belastung von Reichen ausgesprochen. Es sei „inakzeptabel“, dass „die Hauptlast auf die Mehrheit der Gesellschaft abgeladen wird“, sagte er der dpa. Diese habe in den vergangenen Krisen bereits zusätzliche Lasten getragen. Seine Kritik weitete er zudem auf seinen Parteikollegen und ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder aus. Der Vergleich zwischen dessen Agenda 2010 und Klingbeils Reformrede hinke.
„Sie haben ordentlich draufgezahlt und Verantwortung für unsere Gesellschaft übernommen“, betonte Klüssendorf. Zugleich hätten andere in den Krisen weiter profitiert, ihre Vermögen seien ununterbrochen weiter gewachsen. „Diese Schieflage“ müsse man „dringend korrigieren“, mahnte er.
Dabei lobte er die geplante Reformagenda von Lars Klingbeil. Er sei mit ihr in die Offensive gegangen. Der Ball liege jetzt bei ihrem Koalitionspartner. „Jetzt ist es an der Union zu sagen, was sie sich vorstellen kann.“ Dabei nahm er CSU-Chef Markus Söder aufs Korn. Dieser habe bisher jeden einzelnen Vorschlag abgelehnt. Er solle seine Blockadehaltung dringend ablegen, betonte er.
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