Lange Zeit versprach Gesundheitsminister Karl Lauterbach, die elektronische Patientenakte sei sicher. Spätestens nach dem Ende Dezember stattgefundenen Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) ist jedoch klar: Die Akte hat erhebliche Sicherheitsmängel. Das musste nun auch Karl Lauterbach eingestehen und verkündete auf X: „Die ePA bringen wir erst dann, wenn alle Hackerangriffe, auch des CCC, technisch unmöglich gemacht worden sind.“ Damit steht auch eine Verschiebung der bundesweiten Einführung im Raum.
Am 15. Januar soll die ePA automatisch für alle in Deutschland versicherten Personen eingerichtet werden, ab dem 15. Februar sollen die Akten dann aktiv sein. Bislang mussten Versicherte die Erstellung konkret anfordern – jetzt ist es genau andersherum. Damit die Digitalakte nicht angelegt wird, ist im sogenannten Opt-Out-Verfahren ein Widerspruch vonnöten. Bis Oktober haben jedoch gerade einmal ein Prozent der Versicherten bei den großen Kassen AOK, Techniker, Barmer und DAK Einspruch eingelegt, wie eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ergab.
Damit ist die Sicherheit der ePA bundesweit umstritten. So haben der CCC als auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) bereits im Dezember 2023 gemeinsam mit zwölf weiteren Vereinen und Einrichtungen vor der noch nicht ausgereiften Technologie gewarnt. Auf dem 38. Computer Communication Congress vom 27. bis 30. Dezember wiederholten die IT-Experten des CCC ihre Warnung und zeigten eindrucksvoll, wie einfach der Zugriff auf fremde Daten in der ePA ist.
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