Die deutschen Gasspeicher sind unzureichend gefüllt. Vor diesem Hintergrund könnte es im kommenden Winter zu gravierenden Engpässen in der Gasversorgung kommen. Diese Warnung ist keineswegs aus der Luft gegriffen, sondern stammt von den großen Speicherbetreibern selbst.
Am Dienstag veröffentlichte die Initiative Energien Speichern (INES) dazu ihre aktuelle Szenarioanalyse. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Bei einem Temperaturniveau wie im Referenzjahr 2010 – einem der kältesten Winter der jüngeren deutschen Geschichte – könnte es in den Monaten Januar, Februar und März 2027 zu Versorgungslücken von insgesamt 20 Terawattstunden Gas kommen. An einzelnen Tagen könnten theoretisch sogar mehr als 35 Prozent des deutschen Gasbedarfs nicht gedeckt werden.
Ausgangspunkt dieser erschreckenden Prognose ist der aktuelle Speicherfüllstand. Am 1. Mai waren Deutschlands Gasspeicher lediglich zu rund 26 Prozent gefüllt – das entspricht etwa 64,7 Terawattstunden. In den vergangenen Jahren lagen die Speicherstände zu Beginn der Sommersaison regelmäßig deutlich höher. Zwischen 2018 und 2021 bewegten sie sich jeweils zwischen 40 und 55 Prozent.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











