Am Mittwochabend ist eine Gruppe von rund 150 Personen aus der Jenaer Innenstadt bis vor das Wohnhaus der Thüringer AfD-Landtagsabgeordneten Wiebke Muhsal gezogen. Nach Angaben der Landespolizeiinspektion Jena gegenüber Apollo News handelte es sich dabei um eine „Spontanversammlung mit Fußballbezug“. Die Polizei ordnet die Teilnehmer der Ultra-Szene zu.
Die Gruppe soll sich am 13. Mai gegen 16:30 Uhr zunächst vor dem Ernst-Abbe-Sportfeld versammelt haben. Die Fanszene des FC Carl Zeiss Jena gilt seit Jahren als dezidiert links geprägt. Am 13. Mai feierte der FC Carl Zeiss Jena seinen 123. Vereinsgeburtstag. Der Verein hatte seine Anhänger ab 16 Uhr ins Fanhaus und auf die Jahnwiese eingeladen. Wenige Tage später fand in Jena das Thüringen-Derby zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt statt. Rund um das Spiel hatte es Streit über die Zahl der zugelassenen Erfurter Gästefans gegeben.
Nach Polizeiangaben führte der Weg der Gruppe durch die Innenstadt und schließlich auch vor das Wohnhaus Muhsals. Dort soll es zu einer verbalen Beleidigung Muhsals gekommen sein. Nach Angaben der Polizei gibt es deshalb einen Anfangsverdacht wegen Beleidigung. Ob das Wohnhaus Muhsals gezielt angesteuert wurde, ist unklar. Nach Einschätzung der Polizei liegt es nahe, dass das Auftauchen der Gruppe vor dem Wohnhaus nicht rein zufällig erfolgte.
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