Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat sich in der am Montag ausgestrahlten ARD-Sendung Arena deutlich von einer möglichen Zusammenarbeit mit der AfD distanziert. In der Rubrik Entweder oder, bei der sich der Gast zwischen zwei vorgegebenen Optionen entscheiden soll, wurde Söder von den Moderatoren Louis Klamroth und Jessy Wellmer gefragt, ob er sich eher für die Linke oder die AfD entscheiden würde. „Beide schwierig, aber mit der AfD wird nichts passieren“, sagte Söder.
Damit legte Söder nahe, dass für ihn eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei trotz elementarer politischer Gegensätze eher infrage käme als eine Zusammenarbeit mit der AfD. Bemerkenswert ist dies auch deshalb, weil es zwischen Union und AfD in wichtigen Politikfeldern, etwa in der Migrations- und Wirtschaftspolitik, wesentlich größere inhaltliche Überschneidungen gibt als zwischen Union und Linkspartei.
Söder folgt damit konsequent der Brandmauer-Logik, nach der jede Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausgeschlossen ist. In der Praxis drängt die Brandmauer-Logik der Union jedoch politische Bündnisse auf, die ihr inhaltlich erhebliche Kompromisse abverlangen. Söders Antwort legt nahe, dass im Rahmen dieser Logik sogar eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei realistischer ist als eine Zusammenarbeit mit der AfD.
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