Die linke Wut, wenn die Welt nicht so will wie sie

vor mehr als 1 Jahr

Die linke Wut, wenn die Welt nicht so will wie sie
Bildquelle: NiUS

„Niemals wird es wieder wie früher sein, deshalb nehme ich einen Stift und markiere mir diesen Tag.“ An diesem „Tag“ hat Luisa Neubauer Liebeskummer. Wegen einer „ganz schrecklichen Trennung“, bei der sie, wie sie sagt, das Gefühl hat, dass mit ihr Schluss gemacht wurde. Es geht jedoch nicht um Louis Klamroth, den „hart aber fair“-Moderator und bekanntlich Neubauers Gspusi, sondern um die Demokratie, die ihr das Herz gebrochen hat.

Die Romanze endete, weil die US-Amerikaner am Mittwoch den Republikaner Donald Trump zum 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt hatten. „Für die Hälfte der Amerikaner wird das Leben jetzt zur absoluten Hölle“, heißt es in dem Videoausschnitt, der auf X gepostet und von Neubauer verbreitet wurde. Abgesehen davon, dass das natürlich nicht stimmt – wäre Luisa Neubauers Reaktion auch so ausgefallen, wenn Harris gewonnen hätte und die andere Hälfte enttäuscht zurückgelassen hätte? Wohl kaum. Aber Demokratie ist eben nur, wenn sie einem ins Weltbild passt.

Und überhaupt: Die Amerikaner, wie konnten sie nur? Luisa Neubauer, die Klimaaktivistin, verbrachte die Wochen vor der Wahl damit, im Rahmen eines Stipendiums durch die Ostküstenstaaten der USA zu reisen, die Amerikaner über Demokratie und Klimawandel aufzuklären und sogar Haustürwahlkampf für Kamala Harris zu betreiben.

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