Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Britta Haßelmann, äußerte sich am Donnerstagabend bei Lanz auch zur Flüchtlingsthematik. Der Moderator konfrontiert sie: „In der Kölner Silvesternacht habe ich mit offenem Mund etwas erlebt, was ich niemals für möglich gehalten hätte. Ich stand sprachlos davor, wie zum ersten Mal in Ihrem Milieu den Opfern nicht mehr geglaubt wurde.“ Daraufhin antwortet Haßelmann: „Ich war schockiert, dass eine solche Situation eingetreten ist“. Sie habe darauf „in aller Deutlichkeit und Schärfe reagiert“.
Zumindest auf X hatte sie sich, wenn man ihre alten Posts vom Januar 2016 durchgeht, nicht dazu geäußert und das Geschehen verurteilt. Allerdings teilte sie einen taz-Artikel vom 9. Januar, der das damalige Focus-Cover als sexistisch und rassistisch anprangerte. Im Focus hatten Frauen über ihre Erlebnisse in der Kölner Silvesternacht gesprochen.
Michael Bröcker, der Chefredakteur von Table.Media, hält bei Lanz gegen Haßelmanns Aussage: „Ich weiß es wirklich persönlich. Erstens war ich damals in Nordrhein-Westfalen, zweitens habe ich mit Ihrer damaligen Bundesvorsitzenden Simone Peter wenige Tage nach der Silvesternacht ein Interview geführt, wo genau das zu lesen ist, was die Kollegin mit ‚linksgrüner Gleichgültigkeit‘ meint.“ Die Integrationsbeauftragte von Berlin-Neukölln, Güner Balci, hatte in der Sendung gesagt, dass bei den Grünen und Linken eine Gleichgültigkeit bei dem Thema herrsche.
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