Yoon Suk-yeol ist isoliert, politisch, aber auch im wortwörtlichen Sinne. Südkoreanischen Medienberichten zufolge sitzt der suspendierte Präsident seit dem 14. Dezember, dem Tag, an dem das südkoreanische Parlament für seine Amtsenthebung stimmte, in seiner Residenz in Seoul fest; er geht weder ein noch aus.
Yoon ist umgeben von seinen letzten Verteidigern: Im Inneren wacht der Sicherheitsdienst des Präsidenten, vor der Residenz kampieren seit Tagen hunderte Pro-Yoon-Demonstranten, um die Polizei von einer Verhaftung abzubringen.
Auf der politischen Bühne hat sich ein nicht geringer Teil seiner Partei gegen Yoon gestellt und sogar für seine Amtsenthebung gestimmt; nur dank ihnen konnte im Parlament die dafür notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht werden. Mittlerweile gab es bereits zwei Nachfolger von Yoon, nachdem der erste Interimspräsident, Han Duck-soo ebenfalls durch das von der Opposition kontrollierte Parlament suspendiert wurde. Der nun amtierende Interimspräsident, Yoons Parteifreund Choi Sang-mok, hat unterdessen dafür gesorgt, dass das Verfassungsgericht Yoons Amtsenthebung möglicherweise überhaupt erst offiziell machen kann.
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