Obwohl die Gesamtzahl der Delikte an Bahnhöfen und in Zügen in Deutschland im vergangenen Jahr um zehn Prozent sank, verzeichnete die Polizei dennoch einen drastischen Anstieg der Sexualstraftaten, nämlich um 19,2 Prozent. Zudem stiegen die Gewaltdelikte im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent an. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht der Bundespolizei für 2024 hervor.
Dabei handelt es sich dem Bericht nach bei 55 Prozent der Sexualdelikte um sexuelle Belästigungen. In weiteren 36,8 Prozent der 2.262 Straftaten kam es zu exhibitionistischen Handlungen und dadurch zur Erregung öffentlicher Ärgernisse. Bei 59 Prozent der insgesamt 27.160 Gewaltdelikte handelte es sich um Körperverletzungen.
Zudem stieg die Zahl der angegriffenen Bundespolizisten an Bahnhöfen im vergangenen Jahr um 10,2 Prozent. Die gesamte Zahl der Angriffe auf Bundespolizisten sank leicht von 2.979 im Jahr 2023 auf 2.967 im Jahr 2024. Doch damit handelt es sich dennoch um die zweithöchste Zahl der angegriffenen Polizisten seit Beginn der Erhebung im Jahr 2001.
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