Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach könnte nach dem Ende der zweiten Amtszeit von WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus im Jahr 2027 an die Spitze der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rücken. In WHO-Kreisen kursiert nach Informationen der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) eine Kandidatenliste, auf der neben Lauterbach auch der Gesundheitsexperte Paul Zubeil genannt wird. Zubeil ist der Lebensgefährte des deutschen Drogenbeauftragten Hendrik Streeck.
Deutsche Bewerbungen gelten bei der Wahl als vergleichsweise aussichtsreich, weil Deutschland nach dem Ausscheiden der USA mit jährlich rund 323 Millionen Dollar zum größten staatlichen Geldgeber der WHO aufgerückt ist und damit inzwischen rund zehn Prozent des WHO-Budgets mitträgt. Entsprechend wird die Idee eines deutschen WHO-Generaldirektors in Koalitionskreisen ausdrücklich unterstützt.
Falls Deutschland den WHO-Chef stellen würde, erhielte das Land die Möglichkeit, „die moderne Medizin auf links zu drehen“, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Sascha van Beek gegenüber der NZZ. „Es gibt heute sehr viel mehr grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren als noch vor wenigen Jahren. Neben Pandemien sind auch multiresistente Keime und Antibiotika ein großes globales Thema“, so van Beek weiter.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











