BBB+. Das klingt nach wenig, ist aber in der angespannten Historie italienischer Finanzen viel. Die Ratingagentur Fitch hat Italien Ende September von BBB hochgestuft. Aussichten: sehr stabil. Rom verbucht damit die beste Bonitätsstufe seit 2018. Frankreich wurde von derselben Agentur herabgestuft.
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ließ es sich nicht nehmen, diesen Erfolg auszuwalzen. Sie nannte es eine „Bestätigung, dass der Kurs unserer Regierung der richtige“ sei. Die internationalen Märkte zeigten Vertrauen. Die Wirtschaftspolitik trage Früchte. Das Engagement werde anerkannt.
Tatsächlich ist das nicht die einzige positive Botschaft. Das Haushaltsdefizit des Bruttoinlandsprodukts hat sich von -7,2 Prozent (2023) auf -3,4 Prozent (2024) halbiert. Unter Amtsvorgänger Mario Draghi lag es bei -8,1 Prozent (2022) bzw. -8,9 Prozent (2021). Meloni könnte damit in diesem Jahr die Maastricht-Kriterien von -3 Prozent einhalten. Nächstes Jahr wären -2,8 Prozent möglich.
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